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Zur eigenen Sicherheit den Wald ruhen lassen

Kreis Herford -

Totholz
Im Hintergrund einige selbstgebaute Tipis, im Vordergrund etliche heruntergefallene Äste und sogar umgefallene Bäume. 

Die Dürre und viele Stürme haben den Wäldern bundesweit zugesetzt – auch die heimischen Wälder sind betroffen. Deshalb weist der Kreis Herford erneut darauf hin, bei Waldspaziergängen die Wege nicht zu verlassen. Dort steigt derzeit das Risiko, von herabstürzenden Ästen verletzt zu werden. Das gilt vor allem in geschützten Wäldern. Dort besteht sogar grundsätzlich ein Verbot, die Wege zu verlassen. Um seltenen und besonders schützenwerten Tier- und Insektenarten ruhige und artgerechte Lebensräume zu ermöglichen, findet in diesen Walstücken keine Baumpflege statt - umso häufiger fallen auch Ästen hinunter.    

In diesem Zusammenhang steht derzeit vor allem das Naturschutzgebiet Bustedter Holz im Fokus. Seit einiger Zeit haben dort abseits der Wege vermehrt vermutlich Kinder oder Jugendliche Holzhaufen in Form von Tipis gebaut. Auch das Bustedter Holz ist ein Waldgebiet, das der Kreis Herford nicht bewirtschaftet, sondern sich selbst entwickeln lässt. Das Betreten abseits der Wege ist verboten - das freie Betretungsrecht des Waldes auf eigene Gefahr aus dem Landesforstgesetz gilt hier nicht. Wie die Fotos zeigen, fallen im Bestand immer wieder auch dicke Äste herab oder sogar Bäume um. Deshalb: Bitte die Wege im Naturschutzgebiet „Bustedter  Holz“ nicht verlassen und Kinder und Jugendliche unbedingt darauf hinweisen, es gilt Lebensgefahr. 

Totholz
Tipis im Wald – im Busteder Holz kann das Spielen und der Aufenthalt abseits der Wege lebensgefährlich werden. (Fotos: Kreis Herford)

Der Wald ist ein besonders schützenswertes natürliches Gut. Der Kreis Herford ist mit einem Waldanteil von 9 Prozent der waldärmste Kreis in Ostwestfalen-Lippe. Während in Vlotho der Waldanteil noch bei 15 Prozent liegt, kommt Bünde nur auf 4 Prozemt. Der Waldanteil in Enger und Löhne liegt bei 6 Prozent, in Kirchlengern bei 7 Prozent, in Hiddenhausen bei 8 Prozent, in Spenge bei 9 Prozent,  Herford bei 10 und Rödinghausen bei 14 Prozent. Dürre, Stürme, das vermehrte Auftreten von Borkenkäfern oder die aktuelle Rußrindenkrankheit in einem Herforder Wald setzen den Wäldern besonders zu. Eine angemessene Ruhe hilft den Wäldern und vor allem der eigenen Gesundheit! 
(Text: Petra Scholz – Kreis Herford)

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