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Tastenwettstreit mit Orgel und Klavier

Herford -

Das 9. Orgelsommer-Konzert ist ungewöhnlich, denn es wird einen „Tastenwettstreit“ zwischen Orgel und Klavier geben. Er beginnt

am Sonntag, 18. August,
um 18 Uhr
in der Neuapostolischen Kirche an der Hermann-Straße.

Den Orgelpart übernimmt Anna Myasoedova. Die gebürtige Moskauerin wird im Winter-Semester dieses Jahres an der Herforder Hochschule für Kirchenmusik ihr Master-Examen ablegen. Neben ihrem Studium ist sie Organistin und Chorleiterin in der Herforder Emmaus-Gemeinde.

Die Konzertreihe wird durch die Stiftung der Sparkasse Herford, die Stadtwerke Herford und die Ahlers Kulturstiftung unterstützt.

Ebenfalls an der Herforder Hochschule hat Ekaterina Panina ihre kirchenmusikalische Bachelor- und Master-Prüfungen abgelegt. Seit 2016 ist die gebürtigen St. Petersburgerin Regionalkantorin im Oberen Kinzigtal.

Die Originalkomposition, die die beiden Tasten-Meisterinnen spielen werden, stammen aus dem 20. Jahrhundert. Clifford Demarest und Joseph W. Clokey waren berühmte US-amerikanische Organisten in der ersten Hälfte jenes Jahrhunderts. Ihre musikalische Sprache ist ähnlich, doch die ausgewählten Stücke unterscheiden sich in Form und Charakter.   
Die „Grand Aria und die „Raphsody“ von Demarest gehören zur, für diese Zeit typischen, leichten Unterhaltungsmusik.
„Diptyque“ von Jean Langlais ist, wie der Name schon sagt, zweiteilig: Einer getragenen Introduktion folgt ein rasendes Perpetuum mobile. In seiner gleichbleibenden Geschwindigkeit stellt es hohe technische Anforderungen, auch im Zusammenspiel. Diptyque bezieht sich nicht nur auf zwei Teile und zwei Instrumente, sondern auch auf zwei Themen, die in beiden Sätzen entwickelt werden.

Die „Pastorale“ und das „Scherzo Capriccio“ von Félix Alexandre Guilmant sind ebenfalls Beispiele für Salon-Musik.

Zwei Sätze aus dem „Concerto“ für Orgel und Klavier des belgischen Komponisten und Organisten Flor Peeters bieten den Zuhörern eine andere Seite der musikalischen Sprache des 20. Jahrhunderts: Einem ruhigen zweiten Satz mit schwebenden Harmonien und fließenden Themen wird der brillante, technisch anspruchsvolle dritte Satz gegenüber gestellt.

Das „Symphonic Piece“ von Joseph W. Clokey erinnert an eine 5-sätzige Symphonie aus zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Alle fünf Sätze unterscheiden sich in Form und Charakter. Dabei stellen sie eine breite Palette dar: von lyrischer Romanze bis hin zur virtuosen und komplexen Fuge.

VIER STADTSPAZIERGÄGE

Eine Führung über den Jüdischen Friedhof bietet Mechthild Klein an. (Männer benötigen eine Kopfbedeckung).
Treffunkt ist der Parkplatz Hermann-Straße.

„Der Aawiesenpark und sein Baumbestand“ ist das Thema der Führung von Ulrike Müller.
Treffpunkt ist das Fürstenau-Denkmal am Beginn der Bielefelder Straße, nah der Radewiger Jacobi-Kirche.  

An 70 Jahre Grundgesetz erinnert Sabine Heese und stellt dabei die Herforderin Frieda Nadig vor, eine der „Mütter“ dieser Verfassung.

Die Jacobi-Kirche stellt Mathias Polster vor.  
Treffpunkt ist der Eingang der Kirche an der Radewiger Straße.

Die Führung beginnt um 16.30 Uhr und endet an der Neuapostolischen Kirche, Hermann-Straßen Kirchen, in der um 18 Uhr das Konzert beginnt.

Programme sind in der Tourist-Information im Rathaus, Zimmer 25 (ehemaliges Trauzimmer) sowie in den beteiligten Kirchen erhältlich.

Die Konzertreihe wird durch die Stiftung der Sparkasse Herford, die Stadtwerke Herford und die Ahlers Kulturstiftung unterstützt. Für die Stadtführungen engagiert sich nach wie vor der Innenstadtverein „inHERFORD“.
(Foto und Text: Tanja Feg, Teamleitung Kommunikation, Pro Herford)