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Klimapartnerschaft zwischen dem Kreis Herford und Condega

Kreis Herford -

Klimapartnerschaft
Freuen sich gleich zweimal: Über die gemeinsame Klimapartnerschaft und über die nun 30jährige Partnerschaft des Kreises und Condega: v.l. (unten): Elmer Humberto Zelaya Blandon (Entwicklungsspezialist für Photovoltaik),  Landrat Jürgen Müller, Aura Maria Montoya Lira (Stellvertretende Stadtpräsidentin Condega), Dorothea Streich (Partnerschaftsbeauftrage Kreis Herford); v.l. (oben) Peter Kammann (Freundschaftsverein Condega-Kreis Herford), Nestor Ulises Castellon Pineda (Klimaschutzmanager Condega),  Karl-Heinz Diekmann (Amt für Umwelt, Planen und Bauen Kreis Herford, Julio Manuel Rodriguez Centeno (Direktor für Planung Entwicklung, Condega), Patrick Puls (Büro der Verwaltungsleitung, Kreis Herford),  Ermen Antonio Rodriguez Benitez (Direktor INPHRU).

Foto: Petra Scholz – Kreis Herford

Den Kreis Herford und seine Partnerstadt Condega in Nicaragua verbindet seit 2017 auch eine „Kommunale Klimapartnerschaft“. Deshalb war vom 29. Oktober bis 5. November 2018 eine Delegation aus Condega zu Gast im Kreis Herford, um sich gemeinsam über Themen zum Klimaschutz auszutauschen. Die Delegation wurde auch von Landrat Jürgen Müller im Kreishaus begrüßt: „Ich freue mich sehr über die Klimapartnerschaft. Schon in den erste Phase der Zusammenarbeit im Frühjahr hat sich gezeigt, dass wir alle davon profitieren. Klimaschutz geht uns alle an und da zählen die ganz unterschiedlichen Erfahrungen. Vor allem die Projekte für den Schutz gegen Hochwasser oder aber die Erfahrungen rund um alternative Stromversorgungssysteme machen die Partnerschaft für uns nachhaltig greifbar.“    

Im  April 2018 war eine sechsköpfige Delegation aus dem Kreis Herford bereits zu Gast in Nicaragua, um einen ersten Fachaustausch vor Ort anzukurbeln. An die zwei erarbeiteten Themen „Nachhaltige Versorgung mit Wasser in Condega“ und „Versorgung mit nachhaltig erzeugtem Strom im Kreis Herford“ sollte in der jetzt zweiten Entsendungsphase angeknüpft werden.

Neben der Entwicklung einer gemeinsamen Vision steht auch das Kennenlernen von klimaschutzrelevanten Akteuren im Kreis Herford im Vordergrund dieses partnerschaftlichen Besuches.  Deshalb standen einige Besichtigungen auf dem Programm: u. a. Energieservice Westfalen Weser in Kirchlengern, die Müllverbrennungsanlage in Bielefeld, die Biologische Station, das Regenrückhaltebecken in Löhne, das Bürgerprojekt Ulenburg und der Wasserbeschaffungsverband Exter-Steinegge in Vlotho wurden vor Ort diskutiert. Bei einem Workshoptag in der Musikschule Löhne wird am Montag (05.11.) der Fortschritt des Projektes nochmal intensiv beleuchtet, um strategische Ziele zu formulieren.

 

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Neben der Klimapartnerschaft gibt es in diesem Jahr für beide Partnerregionen aber auch etwas zu feiern, denn die Partnerschaft zwischen dem Kreis Herford und Condega jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Das wird in Nicaragua sehr gewürdigt, beschreibt die stellvertretende Stadtpräsidentin Condegas, Aura Maria Montoya Lira: „Uns hat die Partnerschaft und die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren unglaublich viel bedeutet und ich kann sagen, dass sie wirklich ein Einschnitt für uns war. Die Lebensbedingungen haben sich wegen der Unterstützung von Anfang an verbessert. Ganz besonders intensiv sind auch die vielen persönlichen Kontakte, die entstanden sind.“   

Wegen der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Herford und der Region Condega war es naheliegend, dieses Bündnis mit einer Klimapartnerschaft inhaltlich zu gestalten und zu festigen. Ziel des Projektes ist es, die fachliche Zusammenarbeit deutscher Städte mit Kommunen im globalen Süden in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung zu stärken. Während der zweijährigen Projektphase wird ein Handlungsprogramm erstellt, das  die verschiedenen Probleme der Partnerregionen beleuchtet und Lösungsvorschläge aufzeigt.

Das Projekt wird durchgeführt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und Engagement Global in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) seit 2011. Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag unterstützen das Projekt. Auftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 
(Text: Petra Scholz – Kreis Herford)