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HIV-Testwoche soll die Früherkennung fördern

Kreis Herford -

HIV und AIDS sind wohl die weltweit bekanntesten, aber auch bedrohlichsten Infektionskrankheiten – und bisher gibt es dagegen kein Heilmittel. Seit vier Jahren nimmt das Kreisgesundheitsamt an der Europäischen HIV- und Hepatitis-Testwoche teil, in der kostenlose und anonyme Tests durchgeführt werden und auch über die Risiken von Infektionen informiert wird.

In Deutschland wissen ca. 13.000 Menschen nichts von ihrer Infektion. Ein HIV-Test und die dadurch frühestmögliche Therapie verhindern, dass das Stadium Aids erreicht wird. Test und Therapie schützen Sexualpartner- und Partnerinnen dieser Personen davor sich mit HIV zu infizieren.

Rund 90.000 Menschen in Deutschland leben mit der Diagnose HIV oder AIDS. „Menschen mit einem erhöhten HIV- bzw. Hepatitis-Risiko müssen rasch Zugang zu niederschwelligen Testangeboten haben.“, betont Sven Möhlmann AIDS-Berater im Kreisgesundheitsamt. Er setzt sich darüber hinaus für verstärkte präventive Maßnahmen ein: Menschen müssen über das Infektionsrisiko informiert werden und darüber, wie man sich vor einer Infektion schützt. 

Im Kreisgesundheitsamt wird kostenlos auf HIV/AIDS getestet. Dafür werden die Beratungs- und Testzeiten in der Woche deutlich erweitert: Am Montag (18.11.2019) von 8 bis 19 Uhr, Dienstag (19.11.2019) von 8 bis 16 Uhr, Mittwoch (20.11.2019) von 12 bis 16 Uhr und Donnerstag (21.11.2019) von 12 bis 19 Uhr.

In der AIDS-Beratungsstelle des Kreises wird aber nicht nur präventiv gearbeitet. Auch Menschen, die entweder glauben infiziert zu sein, oder einfach nur sicher gehen möchten, können sich beim Kreisgesundheitsamt immer montags während der offenen Sprechstunde von 8 bis 11.30 Uhr und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr anonym und kostenlos auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.
(Text: Patrick Albrecht – Kreis Herford)