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Gute Vernetzung ist wichtig für den Kinderschutz

Bünde -

Kinderschutz
Unser Foto zeigt von links Marco Frodermann (Jugendamt Bünde), Désirée Skala und Dirk Fiegenbaum (beide Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Nordrhein-Westfalen), Karin Schäffer (Jugendamtsleiterin Bünde), Christel Noltensmeier (Jugendamt Bünde), Günther Berg (Erster Beigeordneter der Stadt Bünde). Foto: Doris Greiner-Rietz - Stadt Bünde)

Einen vollen Ratssaal mit Fachkräften aus Schule und Jugendhilfe gab es kürzlich im Rathaus der Stadt Bünde. Bei der vom Jugendamt organisierten Veranstaltung „Zusammenarbeit im Kinderschutz zwischen Schule und Jugendhilfe in Bünde“ drehte sich alles um die Frage, wie Kindern und Jugendlichen ein geschütztes Aufwachsen ermöglicht und das kommunale Netzwerk zwischen den einzelnen Institutionen ausgebaut werden könne. Etwa 60 Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Erzieher und Fachkräfte aus der Jugendhilfe folgten der Einladung des Jugendamtes und zeigten großes Interesse an diesem Thema.

Im Mittelpunkt des Informationsnachmittags stand ein abwechslungsreicher und interaktiver Vortrag von Désirée Skala und Dirk Fiegenbaum, die beide in der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Nordrhein-Westfalen im Bereich Kinderschutz tätig sind. Die Serviceagentur wird gemeinsam vom Institut für soziale Arbeit e.V., dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB) und dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) getragen und ist Ansprechpartnerin für Schulen und ihre Partner, die ganztägige Bildungsangebote entwickeln, ausbauen und qualitativ verbessern wollen.

Kinderschutz

Beide Referenten veranschaulichten den Teilnehmenden praxisnah die aktuellen rechtlichen Bestimmungen des Bundeskinderschutzgesetzes, das einen verbindlichen Rahmen für die Tätigkeitsfelder der Fachkräfte in den Bereichen Schule und Jugendhilfe bildet. Es legt unter anderem fest, welche Schritte Lehr- und Fachkräfte unternehmen sollen, wenn sie sich Sorgen um das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen machen, mit denen sie tagtäglich zu tun haben.

„Kinderschutz heute sieht anders aus als vor 30 Jahren“, stellte Günther Berg, Erster Beigeordneter der Stadt Bünde, fest. „Ganztägiges Lernen“ sei durch den steten Ausbau von Ganztagsschulen zum Alltag geworden. „Umso wichtiger ist eine gute Vernetzung aller Beteiligten, die Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützen und fördern“, so Günther Berg. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit sei ein wesentliches Element für einen wirksamen Schutz.

Eines wurde an diesem Nachmittag klar: Die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Netzwerk ist die gegenseitige Kenntnis über die jeweiligen Zuständigkeiten, Aufgaben, Möglichkeiten und Handlungsgrenzen. „Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Jugendamt und weiteren beteiligten Institutionen aus der Kinder- und Jugendhilfe kann Heranwachsenden mit erheblichen Problemen effektiv geholfen werden“, so der gemeinsame Tenor, der aus der Veranstaltung hervorging.
(Text: Doris Greiner-Rietz – Stadt Bünde)