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Geodaten geben Antworten auf ganz viele Fragen

Kreis Herford -

Wo ist sich die nächste E-Tankstelle, befinden sich Baustellen auf meiner Route, wie sah mein Wohnort vor 100 Jahren aus u.v.m. - Geodaten in Geoportalen der Region beantworten tägliche Fragen von Bürgerinnen und Bürgern in OWL.

Seit nunmehr zehn Jahren treffen sich die Experten für digitale Karten und Geoportale regelmäßig. Der Kreis Herford war Gastgeber 2020 des Netzwerktreffens der Geodatenexperten aus OWL. Mit aktuellen Themen und Projekten aus der Geoinformationsbranche wurde der Tag zu einem vollen Erfolg. Sonja Boxhammer (Amt für Kataster und Vermessung) freute sich über die große Teilnehmerzahl und den regen Austausch. Mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Kreise aus Ostwestfalen sowie der Bezirksregierung folgten der Einladung nach Herford.

Eröffnet wurde der Tag von Helmut Lückingsmeier (Dezernent und Amtsleiter Kataster und Vermessung), der die bedeutende Rolle von Geoinformation für die Gesellschaft auch vor dem Hintergrund der voranschreitenden Digitalisierung in den Verwaltungen hervorhob. Dies konnte der Kreis Herford im Rahmen der Vorstellung des vielfältigen Angebotes in seinem Geoportal (Link: https://geoportal.kreis-herford.de/) noch einmal unterstreichen.

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Im Rahmen der Tagung wurden aktuelle Entwicklungen zum Thema Mobilität wie die Mobilitäts-App der Stadt Bielefeld genauso wie die Vorgehensweise bei der Baustellenkoordinierung des Kreises Herford und der Stadt Paderborn vorgestellt. Wie mit Hilfe von Satellitendaten zur Erdbeobachtung Auswertungen zum Klimaschutz unterstützt werden können, wurde von der Stadt Gütersloh erläutert. Dank der Experten für Geodaten im Kreis Höxter konnten die Auswirkungen des Starkregens auf den Ort Erkeln bei Brakel durch umfangreiche Aufnahmen mit der kreiseigenen Drohne festgehalten werden. Den Volkssport Wandern hat sich der Kreis Lippe auf seine Fahnen geschrieben und erarbeitet derzeit zusammen mit den Wandervereinen Anwendungen rund um das Thema Wanderwege. Wie das Land NRW mit dem Programm KrisiGeo auch im Krisenfall die Kreise und Städte unterstützt, wurde von der Bezirksregierung Detmold präsentiert.

Mit neuen Arbeitsgruppen möchte sich die GDI OWL auch zukünftig den aktuellen Themen der Region widmen. Dabei werden Themen der Digitalisierung eine wesentliche Rolle spielen. Insbesondere im Bereich der Bauverwaltungen stehen in den nächsten Jahren große Veränderungen durch digitale Baugenehmigungsverfahren an, die u.a. auf Geodatentechniken aufsetzen werden. Auch die Potenziale der Satellitendaten für z.B. den Klimaschutz sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. 

Die Netzwerkarbeit in der Region hat schon viele Früchte getragen, ist sich Sonja Boxhammer sicher. U. a. war das 3D-Modell für OWL ein bundesweites Leuchtturmprojekt, welches auch im Zusammenhang mit der digitalen Bauverwaltung eine große Rolle spielen wird.
(Text: Petra Scholz – Kreis Herford