• Herford
  • Vlotho
  • Spenge
  • Enger
  • Löhne
  • Kirchlengern
  • Hiddenhausen
  • Bünde
  • Rödinghausen

Fotoausstellung: „Vom Weggehen und Ankommen“

Bünde -

In Kooperation mit der Jugendhilfe Schweicheln e.V. zeigt die Stadt Bünde noch bis zum 14. September 2018 im Rathausfoyer Fotoserien aus der Berliner Ausstellung „Vom Weggehen und Ankommen“
Bei der Eröffnung: von links Lisa Horn (Ehrenamtskoordinatorin), Dorit Bethke (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bünde), Ralf Mengedoth (Leiter Jugendhilfe Schweicheln), Günther Berg (Erster Beigeordneter Stadt Bünde). Foto: Doris Greiner-Rietz – Stadt Bünde

In Kooperation mit der Jugendhilfe Schweicheln e.V. zeigt die Stadt Bünde noch bis zum 14. September 2018 im Rathausfoyer Fotoserien aus der Berliner Ausstellung „Vom Weggehen und Ankommen“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) und des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Weitere Teile der Ausstellung werden im September/Oktober auch in Hiddenhausen im Rathaus und im Café Miteinander sowie in den Verwaltungsräumen der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln gezeigt.

„Vom Weggehen und Ankommen“ befasst sich mit dem heutigen Wandel in der Welt und der Bewegung und Migration von Menschen. Der Verlust des Gewohnten, so der Ankündigungstext, und die Entdeckung eines neuen sozialen Umfelds stehen im Mittelpunkt der fotografischen Werke. Sie erzählen Geschichten von Menschen, die sich im In- und Ausland in unterschiedlichen Bereichen sozial engagieren oder selber vom bürgerschaftlichem Engagement profitieren.

Mit der Idee einer geteilten Ausstellung wollen die Aussteller für die globalen Themen Flucht und Migration sensibilisieren und auf bürgerschaftliches Engagement aufmerksam machen. Beide Phänomene gehen – so auch die Aussage der Ausstellung – einher. Auch im Kreis Herford sind in den vergangenen Jahren viele Menschen mit einer Fluchtbiografie angekommen. Viele freiwillig Engagierte beteiligen sich aktiv an Projekten und Angeboten und helfen und unterstützen Geflüchtete, in unserer Gesellschaft anzukommen.

Jedoch finden die heute über 65 Millionen Menschen auf der Flucht – geflohen vor Krieg, Gewalt, Hunger – zu zwei Dritteln Zuflucht im eigenen Land:

Die Fotoserie von Lambert Coleman „Local Exiled“ zeigt Menschen im Südsudan, die nach Gewalt zwischen Ethnien im Jahre 2016 flüchten mussten und nun in Übergangsbehausungen in einer UN-Schutzzone im eigenen Land untergebracht sind, zum Teil dicht an ihren früheren Wohnungen. Coleman sagt über seine Arbeit: „Durch diese Fotoserie möchte ich aufmerksam machen auf die Anstrengungen auf internationaler Ebene, z.B. für die Beschaffung von Spenden und für die Koordination von Hilfsprogrammen, aber auch auf die Einheimischen, die sich um die unschuldigen Opfer kümmern und versuchen, ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.“

Anzeige

„Hat er ein Zuhause gefunden?“ fragen die Fotos der Fotografin Reem Karssli, die einen Syrer an verschiedenen Orten in Berlin fotografiert hat. Die Bilder illustrieren das Leben eines Neuankömmlings und zeigen, wie er sein neues Leben betrachtet und wahrnimmt - eine fremde Umgebung, in der er nach Vertrautem sucht und um ein Ankommen kämpft.

Auch unter widrigen Umständen nicht aufgeben…solche Frauen hat die Fotografin Mila Teshaieva in Aserbaidschan in ihrer Fotoserie „Beyond the frame“ festgehalten. Es sind Bürgermeisterinnen und Ratsfrauen, die in einer politisch, ökonomisch und gesellschaftlich instabilen, patriarchalisch geprägten Gesellschaftsstruktur wichtige Arbeit auf lokaler Ebene leisten. Frauen sind in der Region des Südkaukasus (Georgien, Armenien, Aserbaidschan) in der Kommunalpolitik äußerst unterrepräsentiert. Sie haben nicht die Positionen, die es ihnen ermöglichen würde, die kommunale Politik wie die Männer zu bestimmen. In der Regel können sie daher bei Entscheidungen, die sie am Ende genauso wie jeden anderen betreffen, nicht mitreden.

Vor diesem Hintergrund sind die Politikerinnen in Aserbaidschan inspirierende Vorbilder und der Beweis dafür, was Frauen in Führungspositionen für ihre Städte und Gemeinden leisten können.

Die Ausstellung wurde in Bünde vom Ersten Beigeordneten Günther Berg und Ralf Mengedoth, den Leiter der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln, eröffnet. Sie kann bis zum 14. September 2018 zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.

Weitere Infos zur Ausstellung und den einzelnen Standorten gibt es unter: www.ejh-schweicheln.de.
(Text: Doris Greiner-Rietz  - Stadt Bünde)

Das ist ebenfalls interessant:

Familie Steinmeister bittet zum Spaziergang

Klinikclowns beweisen: „Lachen verbindet!“

Schulbeginn: Tipps und Hinweise der Polizei Herford

Seit Montagmorgen vermisst: Fahndung nach Timo B.

Nach Wohnungseinbruch: Wer kennt die mutmaßlichen Täter?