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Die Istanbul–Konvention: der Vertrag und sein Inhalt

Kreis Herford -

Heisecke

Referentin Karin Heisecke - Foto: Elfi Greb

 

Die „Istanbul-Konvention“ ist Thema eines Fachvortrages, der sich an Fachleute aus Justiz, Jugendämtern, Beratungsstellen und sonstige Interessierte richtet. Er beginnt am 

Mittwoch, 12. Juni 2019
um 12:30 Uhr
im Kreishaus Herford. 

In einem Fachvortrag wird die Expertin Karin Heisecke aus Berlin Einblicke in die Inhalte der umfangreichen Konvention geben. Es geht um Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Betreuung, Zivil -und strafrechtliche Verfahren und für Migration und Asyl.  

Die Istanbul-Konvention ist ein völkerrechtlicher Menschenrechtsvertrag, der geschlechtsspezifische Gewalt nicht nur bekämpfen, sondern auch verhindern will. Die Konvention enthält Maßnahmen zu allen Formen von Gewalt, von denen Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark betroffen sind (z.B. Häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung). Dafür enthält sie umfangreiche Anforderungen und Standards, die von Justiz, Jugendämtern und anderen staatlichen Stellen zu beachten sind. 

Mittlerweile wurde die Konvention von 46 Saaten des Europarats unterschrieben, in Deutschland gilt die Konvention seit Februar 2018. 

Gewalt gegen Frauen und Mädchen und Häusliche Gewalt sind allgegenwärtig. Allein im Kreis Herford kommt es jährlich zu rund 300 Polizeieinsätzen wegen häuslicher Gewalt – hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer.  Das Fachforum findet am Mittwoch, 12.Juni 2019 von 10:00 bis 12:30 im Herforder Kreishaus (Amtshausstr. 3) statt und ist kostenlos und offen für alle Interessierten. 

Um Anmeldung -möglichst bis zum 06.06.2019 - wird gebeten. Tel. 05221–131312, Mail: gleichstellungsstelle@kreis-herford.de
(Text: Petra Scholz – Kreis Herford)