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Demenzverbund schafft kreisweit Strukturen

Kreis Herford -

Im Januar 2019 luden Landrat Jürgen Müller und Stefan Schwartze (MdB) zum Runden Tisch „Demografischer Wandel“ mit dem Schwerpunktthema Demenz ein. Über 60 haupt- und ehrenamtliche Akteure unterschrieben die Interessensbekundung, den „Demenzverbund Kreis Herford“ voranzubringen. Es ist noch kein Jahr vergangen und der stetig anwachsende Kreis von Mitwirkenden hat bereits einige Ideen auf den Weg gebracht. 

Der Demenzverbund setzt sich zusammen aus ehrenamtlichen Initiativen, stationären Einrichtungen, ambulanten Diensten, Wohlfahrtsverbänden und Vertretungen aus den Städten und Gemeinden. Sie wollen gemeinsam die Vielzahl an Angeboten im Kreis Herford vernetzen, ihr Wissen austauschen, Ehrenamtsstrukturen stärken und die Öffentlichkeit sowie Akteure des Gesundheitswesens für das Thema Demenz sensibilisieren. 

Der Kreis Herford weiß, dass Demenz Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit benötigt und unterstützt und koordiniert dieses Vorhaben durch die Geschäftsstelle Demenzverbund. Die Geschäftsstelle ermöglicht die Vernetzung aller Beteiligten, Veranstaltungsinformationen werden kreisweit weitergeleitet und die Steuergruppensitzungen werden vorbereitet. „Viele Einrichtungsleitungen und Ehrenamtliche kannten sich vorher gar nicht. Auch zum Kennenlernen und Austausch sind unsere gemeinsamen Treffen wichtig“, erklärt Marius Tönsmann, Gesundheitsamt Kreis Herford und Geschäftsstelle des Demenzverbundes einen möglicherweise unterschätzten Mehrwert der Verbundstruktur.

Günter Niermann aus dem Generationen Treff in Enger und Manuela Schock aus dem Haus Stephanus in Hiddenhausen gelten als Initiatoren der Kraftquellen in der Demenz, die sich bereits seit 2013 als Informations- und Veranstaltungsreihe im Rahmen der interkommunalen Vernetzung verstehen. Günter Niermann steht für viele engagierte Ehrenamtliche und freut sich über die Unterstützung des Kreises Herford: „Das Thema Demenz ist in den nächsten Jahren vielleicht mit die wichtigste soziale und menschliche Herausforderung der wir uns gegenüber sehen.“ Seiner Meinung nach müssen die Beteiligten im Austausch bleiben, um den Betroffenen verlässliche Hilfenetzwerke vor Ort anzubieten.

Für das Jahr 2020 hat der Demenzverbund einen Antrag zur Netzwerkförderung bei den Pflegekassen gestellt, um sich durch die Netzwerkarbeit auf die Versorgungs- und Unterstützungsbedarfe von Pflegebedürftigen und Angehörigen zu fokussieren. Die Steuergruppe hat für die drei Arbeitspakete Versorgungsstrukturen, Öffentlichkeitsarbeit und Ehrenamtsstrukturen Ziele und Maßnahmenvorschläge entwickelt, die im Rahmen des Demenzverbundes gefördert werden sollen.
(Text: Petra Scholz – Kreis Herford)