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Mit dieser Checkliste vertragen sich Winter und Auto

Winterfestes kfz
Wer einmal sein Auto winterfit gemacht hat, ist natürlich auch für den die übrigen Jahreszeiten gut aufgestellt – und braucht dann nur noch auf Ablaufdaten und Verbrauchsmaterial zu achten. Grafik: Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. - Berlin 

Nässe, Feuchtigkeit, Glätte und Sichtbehinderungen durch Schneefall: Die Witterungsverhältnisse machen es Autofahrern besonders in den Wintermonaten nicht leicht und können durchaus Unfälle herbeiführen. Allein im Jahr 2017 kam es, laut Auswertung des Statistischen  Bundesamtes, zu rund 8.097 durch Glatteis und Schnee bedingte Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen - ein Anstieg um 30 Prozent, verglichen mit dem Jahr 2016. Auch der ADAC weist darauf hin, dass die kalte Jahreszeit diesbezüglich das größte Risiko birgt. Doch was können Autofahrer tun, um sich bestmöglich für den Winter zu wappnen? Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. klärt auf.

Wo liegen die Gefahren?

Bei schneebedeckten sowie vereisten Straßen kommt man schnell ins Schleudern und Rutschen: Grund hierfür ist, dass der Reifen bzw. Straßenkontakt unter diesen Straßenverhältnissen nicht selten um das zehnfache schlechter wird. Auch der Bremsweg nimmt enorm zu. Daher ist das Aufziehen der Winterreifen zum richtigen Zeitpunkt im besten Fall, wenn die Außentemperatur unter 7 °C sinkt das A und O.

Zudem gehen die Wintermonate mit einer massiven Beeinträchtigung der Sichtverhältnisse einher: Vermehrte Dunkelheit, Schneefall und Nebel können eine einfache Autofahrt stark verkomplizieren, so dass Gefahren zu spät oder gar nicht erkannt werden. Über diese winterlichen Beeinträchtigungen sollte sich jeder Kfz-Fahrer bewusst sein, insbesondere da das unvorsichtige Fahren laut einer statistischen Auswertung des ADAC mit rund 79 Prozent das größte Unfallrisiko verkörpert, dicht gefolgt von mangelhaft geräumten Straßen durch den Winterdienst. Auf Rang 4 und 5 halten sich Eisplatten, die von LKW hinabstürzen und liegengebliebene LKW. Insgesamt sind Fahrer in der dunklen Jahreszeit zur erhöhten Aufmerksamkeit angehalten.

Das Auto winterfest machen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Soll das Fahrzeug winterfest gemacht werden, so sollte keinesfalls erst damit begonnen werden, wenn bereits Schnee auf den Straßen liegt. Es ist empfehlenswert, bereits zum Herbstende, also Ende Oktober oder Anfang November, mit den entsprechenden Vorbereitungen zu beginnen. Einige zu bedenkende Aspekte lassen sich in der Regel rasch selbstständig erledigen, wohingegen andere einen Fachmann bzw. den Besuch einer Werkstatt erfordern. Wer ideal aufgestellt sein möchte, kann sich an einer Checkliste orientieren, um nichts zu vergessen. Folgendes sollte mitbedacht werden:


Sicherheit erhöhen

  • Sind die Winterreifen montiert?
  • Stimmt der Reifendruck?
  • Funktioniert die Autobatterie?
  • Ist ausreichend Motoröl im Fahrzeug enthalten?
  • Funktioniert die Beleuchtung?
  • Ist genügend Frostschutzmittel in der Scheibenwischanlage vorhanden?
  • Sind Warnweste, Pannendreieck und Verbandskasten im Auto?

 Utensilien, die dabei sein sollten, um optimal aufgestellt zu sein:

  • Starterkabel
  • Eisschaber
  • Abdeckfolie für die Frontscheibe
  • Schneeketten
  • Türschlossenteiser (sollte nicht im Fahrzeug aufbewahrt werden!)
  • Handbesen
  • Gegebenenfalls Decke und Handschuhe

So kommen Sie bußgeldfrei durch den Winter!

Besonders Geschwindigkeitsüberschreitungen gilt es tunlichst zu vermeiden, nicht nur aufgrund des erhöhten Unfallrisikos durch Schnee und Glätte. Wer trotz winterlicher Bedingungen zu schnell und ohne Winterreifen unterwegs ist, der muss mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einen Punkt in Flensburg rechnen.

Weiterhin besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, zugeschneite Verkehrsschilder zu übersehen. Eine vorausschauende und achtsame Fahrweise ist stets angezeigt. Ratsam ist es zudem, im Zweifel anderen Fahrzeugführern den Vorrang zu gewähren, um Unfälle zu vermeiden - nicht zuletzt, da zumeist unbekannt ist, wie sich die Verkehrsregeln des jeweils anderen Straßenabschnittes ausgestalten. Auch das Abblendlicht muss eingeschaltet sein, denn so kann ein Überblicken der Fahrbahn besser gewährleistet werden. Wird hierauf trotz Sichteinschränkung durch Schneefall verzichtet, sieht der Bußgeldkatalog innerorts eine Buße in Höhe von 25 Euro, außerorts in Höhe von 60 Euro sowie einen Punkt vor.

Nicht zuletzt bedarf es vor Antritt der Fahrt der Befreiung des Fahrzeugs von Schnee und Eis. Befindet sich noch Schnee auf dem Autodach, so droht ein Verwarngeld von 25 Euro. Grund hierfür ist, dass andernfalls die Gefahr besteht, dass die weiße Pracht während der Fahrt auftaut und auf die Frontscheibe rutscht. Im Extremfall kann die dadurch behinderte Sicht zu einem Unfall führen.

Den aktuellen Bußgeldkatalog 2018 für Verstöße im Winter finden Sie unter https://www.bussgeld-info.de/winter/. Zudem finden Sie viele weiteren Informationen sowie nützliche Tipps, um Ihr Fahrzeug optimal auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.
(Text: Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. – Berlin)