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Energiekosten steigen

Haushalte stetig stärker von Energiekosten belastet - Verbraucherzentrale Energieberatung zeigt Auswege für Energiekunden


Haushalte stetig stärker von Energiekosten belastet - Verbraucherzentrale Energieberatung zeigt Auswege für Energiekunden

Steigende Energiepreise: diese Nachricht lockt eigentlich niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Die meisten von uns haben sich mit dieser unerfreulichen Tatsache abgefunden. Wie hoch die Preise für Strom, Heizung und Warmwasser jedoch tatsächlich sind, ist erschreckend – und vor allem richtig teuer. Birgit Holfert, Expertin der Energieberatung der Verbraucherzentralen, zeigt Strategien, mit denen sich Energiekunden gegen stetig steigende Rechnungen schützen können.

„Wir beobachten die durchschnittlichen Energiepreise kontinuierlich“, berichtet Birgit Holfert. „Für unsere Betrachtung gehen wir von einer vierköpfigen Familie mit einem Stromverbrauch von 4.000 kWh, einer 120 m2 großen Wohnung und einer Heizung auf Heizölbasis aus. Diese Familie musste 2013 allein 3.088 Euro für Strom und Heizung bezahlen – das sind über 250 Euro im Monat“, rechnet Birgit Holfert vor.

Diese stetig steigenden Preise stellen inzwischen nicht wenige Haushalte vor erhebliche Probleme. Immer mehr Menschen haben Schwierigkeiten, ihre Rechnungen für Strom und Heizung zu bezahlen. Und selbst wenn das Geld dafür reicht, stellt sich doch die Frage, ob der Einzelne wirklich gar nichts gegen die wachsende finanzielle Belastung tun kann. Birgit Holfert erläutert: „Wer nicht immer mehr bezahlen kann oder will, hat im Wesentlichen zwei Ansatzpunkte: Preis und Verbrauch“.

Denn der Preis, der für Strom und Wärme gezahlt werden muss, lässt sich über die Wahl eines günstigen Anbieters oftmals erheblich senken. Vorteil: Der Anbieterwechsel ist unkompliziert möglich, und danach zahlt der Kunde für die gleiche Leistung deutlich weniger als zuvor. Und auch der Verbrauch lässt sich mitunter deutlich reduzieren, sei es durch einige Änderungen im eigenen Verhalten, sei es durch kleinere oder größere Sanierungsmaßnahmen. Bei beiden Aufgaben können die unabhängigen Energieberater der Verbraucherzentrale helfen.

Was also rät Birgit Holfert? „Wer seine Heizkosten nachhaltig senken will, kommt um umfassende Sanierungsmaßnahmen meist nicht herum. Bevor aber irgendetwas beauftragt wird, sollte man dringend eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen.“ Und wenn die Sanierung zu teuer ist? „Viele Leute unterschätzen, was sie durch ihr eigenes Verhalten und mit Kleinstmaßnahmen wie der Abdichtung von Türen und Fenstern oder der richtigen Nutzung von Thermostatventilen bewirken können.“ Auch hierbei könne eine Beratung helfen.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Die Daten für die Energiepreisentwicklung im Musterhaushalt finden sich auf: http://www.vzbv.de/2206.htm