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Den eigenen Garten wintersicher machen

Die Blätter der Bäume färben sich bunt und nach und nach verlieren Sträucher und Bäume ihr herbstliches Kleid. Der Herbst ist da und jetzt wird der Garten für den kalten Winter vorbereitet. Die Sommerstauden werden durch winterharte ersetzt, Stauden und Sträucher zurückgeschnitten und neue Bäume und Sträucher eingepflanzt.

Die alten Sommerblumen können in der Grünen Tonne oder besser noch, auf dem Kompost entsorgt werden: „Das Praktische ist, dass der Kompost im nächsten Frühjahr wieder als Dünger im Garten verwendet werden kann“, betont Hannelore Frick-Pohl von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Herford.

Die Blätter der Bäume färben sich bunt und nach und nach verlieren Sträucher und Bäume ihr herbstliches KleidDer Rückschnitt von Sträuchern und Stauden wird zerkleinert und auch auf dem Kompost entsorgt. „Dieses grobe Material bildet wichtige Zwischenschichten für die Belüftung des Komposthaufens“, erklärt Frick-Pohl. Die Zweige können aber auch gehäckselt und dann als Bodenabdeckung unter Bäume, Sträucher oder Staudenbeete verteilt werden. Häcksler können bei den meisten Gemeinden ausgeliehen werden. Es gibt auch die Möglichkeit, das Schnittgut in einer ruhigen Ecke des Gartens zu stapeln und damit Igeln, Schmetterlingen, Käfern oder auch Kröten ein Winterquartier zu schaffen.

Beim Pflanzenkauf sollten vor allem die einheimischen Baum- und Straucharten in den Blick genommen werden: „Diese sind besser an unsere Standorte und Böden angepasst, das heißt, sie brauchen keinen Torf und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge“, beschreibt Frick-Pohl. Denn Torf wird durch den Abbau von Hochmooren gewonnen und kommt schwerpunktmäßig aus Osteuropa. Die deutschen Hochmoore sind nur noch in Restbeständen vorhanden und gehören mit ihren extrem spezialisierten Tier- und Pflanzenarten zu den gefährdeten Biotopen.

Und auch das Laub von Bäumen ist ein nützlicher Gartenhelfer – als Mulchmaterial  unter Bäumen und Büschen ist es ein gutes Düngemittel und schützt auch den Boden. In dieser Streuschicht leben viele Tiere und Pilze, die das organische Material im Laufe der Zeit in Humus verwandeln und dadurch in Pflanzennährstoffe umwandeln. Ohne den organischen Anteil im Boden ist das Pflanzenwachstum schlechter und die Ernte weniger erfolgreich. „Laub sollte auf keinen Fall im Wald entsorgt werden, denn da ist es schlichtweg Müll“, erklärt Frick-Pohl.

(Text: Esther Ungerland – Kreis Herford / Foto: pixabay.com)