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Der lange Weg zum eigenen Ich

Sport ist untrennbar mit Menschen verbunden - und damit verknüpft mit Emotionen und Schicksalen, deren Wege nur selten schnurgerade verlaufen. 

Auf verwirrende »Wegbeschreibungen« muss sich derjenige einstellen, der »Als der Himmel uns gehörte« in die Hand nimmt.Auf verwirrende »Wegbeschreibungen« muss sich derjenige einstellen, der »Als der Himmel uns gehörte« in die Hand nimmt. Charlotte Roth hat mit ihrem 593-Seiten-Roman eine echte Sommer-Reise-Urlaubslektüre geschrieben. Geschichte und Gegenwart hat sie darin spannend und geschickt verbunden. 

Mit einem vermutlich geseufzten »So hätte es sein können« klappt man am Ende das Buch zu oder schaltet den E-Reader aus. Und hat dann die Langstreckenläuferin Jennifer auf einem langen Weg begleitet. Dass der nicht nur aus vielen Stadionrunden besteht, versteht sich sozusagen von selbst. 

Der Versuch der ebenso jungen wie ehrgeizigen Sportlerin, eigenen Versagensängsten auf den Grund zu gehen, führen sie in die Familienhistorie, in deren Mittelpunkt die fast 100 Jahre alte Urgroßmutter steht. Und das auf Pfaden, die Charlotte Roth überaus geschickt vorgibt. 

Die Geschichte, die die »uralte« Dame erzählt, ist ebenso erfunden wie sie hätte wohl auch wahr sein können. Genau daraus zieht sie ihren Reiz: aus der gelungenen Dramaturgie von Emanzipation, dunkler deutscher Vergangenheit, persönlichen Schicksalsschlägen und wie man sie in positive Energie für sich selbst und vielleicht auch die Nachwelt umsetzen kann. Dafür hat die Autorin als leidenschaftliche Sportlerin die olympische Bewegung als »Hintergrund« gewählt.

»Als der Himmel uns gehörte«, Charlotte Roth, Droemer, Verlagsgruppe Droemer Knaur,  ISBN 978-3-426-51664-5, Taschenbuch und E-Book 9,99 Euro. (Coverfoto: Verlagsgruppe Droemer Knaur)

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