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Blackout: Horror kommt mit der Dunkelheit

Stellen Sie sich vor, die Kaffeemaschine funktioniert nicht mehr. Nicht so schlimm, meinen Sie? Richtig! Aber sind Sie auch noch so gelassen, wenn der Aufzug zwischen zwei Stockwerken stehen bleibt? Oder der ICE auf freier Strecke irgendwo im Nirgendwo? Oder die Zapfanlagen an den Tankstellen keinen Sprit mehr ausspucken? Oder die Kontrollzentralen in den Kraftwerken - ob Atom oder Konventionell - ausfallen und speziell in den Atommeilern die Brennelemente nicht mehr gekühlt werden (können)? Oder, oder, oder???

Das alles kann nicht passieren, sind Sie sich sicher! Oder hoffen Sie das nur?
Zeitgenossen in fortgeschrittenem Alter vermitteln jüngeren Jahrgängen gern ihre Lebensweisheit, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Also ist solch ein Szenario, wie oben beschrieben, vielleicht doch denkbar? Oder gar möglich?

Stellen Sie sich vor, die Kaffeemaschine funktioniert nicht mehr. Nicht so schlimm, meinen Sie? Richtig!

Marc Elsberg hat es so und noch viel detaillierter beschrieben auf immerhin 800 Seiten in "Blackout - Morgen ist es zu spät". Sein apokalyptischer Roman aus dem Jahre 2012/13 lässt keine Horrorvision aus. Dabei sind sie so realistisch dargestellt, dass man sich immer wieder - und viel öfter, als einem lieb ist - fragt: Ist das eigentlich nur Vision? Kann das nicht auch wirklich passieren?

Und im Wissen, ein "gläserner Mensch" zu sein mit einer IT-Ausstattung, die weltweit Zugriff auf zahllose Daten ermöglicht - die aber bei entsprechender Boshaftigkeit mit Hilfe von Viren, Manipulationen und Schadsoftware eher problemlos auch von außen zu attackieren, zu "hacken" ist -, kommt man schnell zu der Erkenntnis: Ja, genau so etwas kann durchaus passieren, so etwas ist nicht unmöglich.

Und so nimmt uns Autor Marc Elsberg mit auf eine gnadenlos fiktiv-brutale Reise, die "dank"der weltweiten Vernetzung überhaupt nicht mehr fiktiv ist. Und an deren Ende nach nur wenigen Tagen - wen wundert's - nichts mehr so ist, wie es vorher mal war.

"Blackout - Morgen ist es zu spät" ist ein Roman für diejenigen, die wissen wollen, was passieren könnte, wenn der Strom nicht mehr als der Steckdose kommt. Und die sich auch trauen, ein bisschen weiter zu schauen. Denn wie verspricht eine Werbung: "Nichts ist unmöglich!"

"Blackout - Morgen ist es zu spät", Roman von Marc Elsberg, 2012/2103, 800 Seiten, Verlag blanvalet, gebundene Ausgabe ISBN 978-3-7645-0445-8, 19,99 Euro, Taschenbuch ISBN 978-3-442-38029-9, 9,99 Euro, E-Book 5,99 Euro. (Coverfoto: Verlag blanvalet - Verlagsgruppe Random House GmbH)

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