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Voice of Germany: bei Blind Audition dabei

DSDS war lange Zeit das Ziel aller, die mal auf einer großen Bühne vor großem Publikum stehen und singen wollen. Ganz gleich, ob mit entsprechendem Talent ausgestattet oder mehr oder weniger talentfrei. Dieser Talent-Nachwuchsshow den Rang mittlerweile abgelaufen hat "The Voice of Germany".

Erfolg hat dieses TV-Unterhaltungsformat in erster Linie durch das Jurorenteam. Das wechselt zwar teilweise von Staffel zu Staffel. Eines aber haben alle, die auf den roten Drehstühlen und vor den Buzzern sitzen, gemeinsam: Es sind erfolgreiche Musiker, die wissen, wovon sie reden und was von Talenten erwartet werden kann - und muss.

Außerdem: Im Gegensatz zum Vorgänger DSDS gab's und gibt's bei "The Voice" von Anfang an kein Fremdschämen. Denn die Musiker, die sich auf der Studiobühne präsentieren dürfen, sind sorgfältig ausgewählt, haben immer Qualität und somit höchsten Unterhaltungswert. Und weil das so ist, wird jedes Talent von der Jury fair und ehrlich bewertet. Somit gibt es bei "The Voice" auch keine flotten Sprüche auf Kosten von Teilnehmern.

Doch wo werden die Shows aufgezeichnet, bis es in die Live-Auftritte geht? Und was passiert dabei? Wer das mal erleben will, muss sich zunächst ein Ticket besorgen, über das man auf der Webseite http://www.the-voice-of-germany.de/ kommt. Tickets zum Sofortkauf stehen wegen der enormen Nachfrage eher nicht zur Verfügung. Wer einen Ticket-News-Dienst abonniert, ist da auf der richtigen Seite. Denn der informiert, ab wann Tickets für welche Shows zur Verfügung stehen. Und dann kann man "zuschlagen". Wir waren mit sage und schreibe 15,75 Euro für eine Buchungsbestätigung dabei.

Mit einer solchen Bestätigung in der Hand erhält man - hat man den Rechnungsbetrag bezahlt - dann sein endgültiges Ticket. Dafür muss man zum Studio Berlin-Adlershof fahren. Hat man in dem weitläufigen Medienzentrum endlich einen Parkplatz ergattert und steht im Studio, steht man noch längst nicht im Studio. Sondern in einem Vorbereitungsraum, in dem man seine endgültige Eintrittskarte erhält und sein persönliches Hab und Gut abgegeben kann, besonders das Handy. Denn das - liebe Mobilfunkfans - ist im Studio strikt verboten. Vielleicht sollte man auch noch eine Bockwurst naschen und den Flüssigkeitshaushalt auffüllen. Denn in den nächsten Stunden gibt's nichts mehr.

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Wie bei einer Stadtführung geht's dann zum eigentlichen Studio ein Komplex entfernt, wo die Handyfreiheit kontrolliert wird. Und dann steht bzw. sitzt man endlich den roten Drehstühlen gegenüber. Es ist gerade 13.30 Uhr. Starten wird die Aufzeichnung gegen 14.15 Uhr. Und bis dahin steht den Zuschauern Schwerstarbeit bevor. Mit Hilfe eines speziellen "Klatsch-Moderators" lernen sie, wie und wann man richtig klatscht, trampelt, laut schreit und johlt.

Alles ist eben erlaubt, was Stimmung vermittelt. Und die soll ja überkommen - nicht nur bei den Talenten, sondern auch beim Auftritt des Moderatorenteams Lena Gercke und Thore Schölermann. Weil das nicht auf Anhieb klappt, wird eben geübt: einmal, zweimal, dreimal… so lange eben, bis Begeisterung und Geräuschpegel stimmen, ganz egal, ob die Hände schon wehtun und die Füße brennen. Denn die Jury muss ja auch angemessen begrüßt werden.

Dann ist es endlich so weit: Andreas Bourani, Stefanie Kloß, Rea Garvey und Smudo & Michi Beck nehmen auf ihren roten Drehstühlen mit dem Rücken zur Bühne Platz, und ihr Kampf um die besten Stimmen bei "The Voice of Germany" 2015 beginnt. Kein Talent - das ist die Regel - wird mit Beifall begrüßt und schon gar nicht mit rhythmischem Klatschen - "das gehört in die Volksmusiksparte" - begleitet. Aber Begeisterung beim Vortrag oder als Schlussapplaus - und natürlich beim Buzzern von Jurymitgliedern - ist in höchstem Maße erwünscht.

Und so präsentiert sich Talent um Talent. Waren es sechs, acht oder doch schon zehn? Wir haben aufgehört zu zählen, die Hände tun weh vom Klatschen, man ist schon ein bisschen heiser, es ist schon 17 Uhr, wir haben Hunger und Durst - und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Während die Zuschauer darben und einige Glückliche vom "Klatsch-Moderator" mit kleinen Werbegeschenken wie Kaffeetüten bei Laune gehalten werden, gibt's für die Jury Erfrischungen und Stärkungen - "Entscheider" brauchen eben Kalorien, vor allem, wenn nach der ersten Aufzeichnung am gleichen Abend noch eine zweite folgt mit weiteren Talenten und neuen Zuschauern. Weil uns aber noch eine knapp 400 Kilometer lange Heimfahrt bevorsteht, verlassen wir irgendwann unseren "Klatschplatz" in der festen Überzeugung, ein ganz tolles TV-Studio-Publikum gewesen zu sein.

Ob das so ist, werden wir beim Start der fünften Staffel von "The Voice of Germany" sehen können, die am Donnerstag, 15. Oktober 2015, um 20:15 Uhr auf Pro 7 gesendet wird. Genau so wie Millionen anderer Musikfans in ganz Deutschland. Gute Unterhaltung.

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