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Kastanienallee in Berlin

Für Leute, die Spaß an kleinen, individuellen Shops haben und keine große Lust haben, ihren Tag in stickigen Einkaufszentren zu verbringen, ist die Kastanienallee an der Ecke Eberswalder Straße die ideale Alternative.

Bildergalerie

Juliane zeigt BerlinFür Leute, die Spaß an kleinen, individuellen Shops haben und keine große Lust haben, ihren Tag in stickigen Einkaufszentren zu verbringen, ist die Kastanienallee an der Ecke Eberswalder Straße die ideale Alternative.

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich, besonders im Sommer, in dieser Straße meine Zeit verbracht habe und durch die Läden gegangen bin. Selbst, wenn man nicht vorhat, etwas zu kaufen, ist allein das Anschauen schön. Um meinen neuen Bericht zu verfassen, klappere ich einige der Läden ab, die sich hier aneinander reihen und frage die Betreiber, welche Kunden herkommen und welche Artikel viel verkauft werden.

Mit der Tram M10 oder der U-Bahn U2 wird man direkt an einem Ende abgesetzt, um die lange Straße herunter gehen zu können und nichts zu verpassen. Möchte man von der anderen Seite anfangen, ist zu empfehlen, die U-Bahn zu nehmen und am Rosenthaler Platz auszusteigen.

Vorneweg lässt sich noch sagen: wer gern ein Fahrrad für ein oder mehrere Tage leihen möchte, ist bei „Check in Berlin“ gut aufgehoben. Für einen Tag beträgt die Leihgebühr 10 Euro, ab dem 2. Tag 8 Euro und ab dem 3. Tag 6 Euro. Zusätzlich werden auch Touren angeboten, die man für 12 Euro bekommen kann.

Kuchen in BerlinAb März 2014 wird in dem Laden sogar eine kleine Ecke mit Backwaren eingerichtet, um sich die eventuelle Wartezeit zu versüßen. Häufig sind in Berlin ganze Gruppen von Fahrradfahren zu sehen, die sich bequem die Stadt zeigen lassen.

Im Cafe „Morning Glory“ gibt es frisch gepresste Säfte und Kuchen, so wie belegte Teigwaren. Besonders lecker: Smoothies. Innen bieten einige Barhocker und hohe Tische eine angenehm aufgelockerte Atmosphäre. Draußen sind für die gemütlicheren Stunden, Tische und Stühle in Bonbonfarben aufgebaut.

Ich schlendere weiter und entdecke noch viele weitere Läden bis ich dortangelangt bin, wo ich unbedingt hin will.

Juliane zeigt das andere BerlinDer Name „Luxus international“ ist im ersten Moment wohl irreführend, denn hier gibt es nicht etwa teure Gegenstände zur Inneneinrichtung oder handgefertigtes Porzellan, sondern allerlei originellen Kleinkram über Schmuck und Postkarten bis hin zu Zierkissen und Scherzartikeln.

Der Laden liegt „sous terrain“, wie es so schön heißt. Man geht ein paar Stufen runter und findet dort das bunt eingerichtete Geschäft. Ganz besonders schön und einzigartig sind die kleinen Winkel, die man entdecken kann.

Hinter jedem davon verbergen sich neue Sachen. Am besten ist man hier beraten, wenn man ein Geschenk sucht für jemanden, der schon alles hat.

Die „Buch Box“ ist hier, als eine von insgesamt 4 Filialen in Berlin, zu finden. Ein kleiner Buchladen, von außen ganz in grün gehalten. Vor der Tür stehen Ständer mit Karten, reduzierte Bücher und Zeitschriften. Ich gehe hinein und sehe ein erstaunlich großes und vielfältiges Sortiment an Büchern und Kalendern.

Die freundliche Verkäuferin erklärt mir, dass es im Rahmen der „Buchbox“ häufig Lesungen gibt, die von den Autoren der Bücher persönlich abgehalten werden. Hinter der Kasse sind einige Fotos auf gehangen, auf denen Leute wie z.B. Sarah Kuttner abgebildet sind, die bereits eine Lesung abgehalten hat.

Juliane zeigt BerlinDas hübscheste Cafe, das ich in letzter Zeit gesehen habe, ist eindeutig das „Cafe Rosalyn“. Schon von außen mutet es französisch an. Dort sind Stühle und Tische aufgestellt, die in rosa und weiß gehalten sind. Geht man hinein, hat man erst recht das Gefühl, mitten in Paris zu sein. Ein hübscher Kronleuchter taucht den Laden in warmes Licht und von dem Deckenbalken hängen kleine nostalgische Wecker herunter. An der Kasse gibt es kleine Süßwaren und hinter der Theke sind ein paar Behälter mit losem Tee aufgebaut. Der Kuchen ist einfach phantastisch. Mit ca 3-4 Euro pro Stück hat er seinen Preis, aber die Stücke sind riesig und schmecken, wirklich gut. Zu Trinken gibt es natürlich viele Warmgetränke.

Besonders fällt mir die Pyramide aus „Chai Tee“- Boxen auf, den es in verschiedensten Varianten gibt. Hier zu verweilen und seinen Nachmittag zu verbringen ist wie ein Ausflug in eine andere Welt. Ein schöner Laden für sehr modebewusste und mutige Leute ist „Heimat Berlin“. Dabei handelt es sich um ein Hutgeschäft.

Juliane zeigt BerlinAls ich herein komme steht der Verkäufer mit einem Holzstab in der Hand vor mir und hangelt damit einen Hut von einem der oberen Halter herunter. Als er mich sieht, begrüßt er mich freundlich und erklärt mir, dass viele ältere Herrschaften Hüte kaufen, aber auch zunehmend Jüngere, weil es immer moderner werde, seinen Kopf zu schmücken.

In Berlin ist man sowieso sehr mutig, was Mode anbelangt und so findet der Laden sicher seine Abnehmer. Die Preise sind zwar nicht niedrig, aber die meisten werden ohnehin nur herkommen, wenn sie vorhaben, sich etwas Besonderes zu gönnen.

Ich laufe ein paar Meter weiter und gehe in eine Boutique, wo ich mich gut sichtbar an der Kasse platziere, um die Verkäuferinnen zu fragen, wer hier gern was einkauft. Diese sehen mich von weitem, gucken sich irritiert an, weil ich offensichtlich nichts kaufen möchte und drehen mir den Rücken zu. Dann gehe ich eben weiter.

Der nächste Laden heißt „Zartbitter“ bietet ebenfalls Kleidung an. Die Verkäuferinnen hier sind nett und laden mich ein, Fotos zu machen und mich umzuschauen. Ich erinnere mich an ein wunderschönes rotes Kleid, das mein Freund mir hier geschenkt hat. An der anderen Ecke sind Tücher auf gehangen und in einem Schrank sehe ich schicke Handschuhe aneinandergereiht.Juliane zeigt Berlin

Neben den Frauenkleidern, gibt es hier auch Männermode. Die Kleidung ist hier tragbar, hat aber trotzdem immer etwas Besonderes an sich. Die Kleider sind mit Katzengesichtern dekoriert,

Geldbörsen haben Applikationen und immer wieder findet man hier einen Reißverschluss oder einen originellen Knopf an einem Oberteil oder einer Hose.

Mein Trip über die Kastanienallee neigt sich dem Ende zu. Es gibt hier so viele Geschäfte und Lokale, dass man stundenlang schlendern kann. Besonders weil es neben der Kastanienallee viele kleine Seitenstraßen mit noch mehr Geschäften gibt. Zwar scharen sich hier häufig Touristen, aber wenn man es nicht unbedingt eilig hat, macht das Stöbern großen Spaß und ich kann es für die Zeit von Frühling bis Herbst sehr empfehlen.

(Text und Fotos: Juliane R.)