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Helene Fischer: Atemlos und pitschnass im Olympia-Stadion

Nicht erst seit Helene Fischer ist der "Schlager" ein Markenzeichen in der deutschen Musikszene. Aber mit ihren beiden Konzerten im ausverkauften Olympia-Stadion in Berlin hat sich die Sängerin zweifelsfrei in die Riege der Künstler katapultiert, die große Arenen füllen. Mehr als 120.000 begeisterte Besucher an zwei Abenden - das ist eine echte Ansage auch für Tourgrößen aus der Rockszene.

Mit ihrer Show ließ "Helene" kaum Wünsche offen. Eingestimmt von der Band "Glasperlenspiel" lockten die Fans auf den Tribünen der Arena mit vielen "La Olas" die Künstlerin auf die Bühne. Und als sich der Himmel über dem Stadion nach einem heißen Sommertag dunkel färbte, startete sie in einem Meer aus Licht, Farben und Feuerwerk ihr Open-Air-Konzert "Farbenspiel".

Einer der "farblichen Höhepunkte" war ganz sicher die Lightshow mit Hilfe der speziellen Helene-Fischer-App: Mit akkustischen Signalen wurden in tausenden Zuschauer-Mobiltelefonen synchron zur Musik ablaufende Lichtaninmationen gesteuert, die für ein tolles Spektakel im Stadion sorgten. Wo früher zu Balladen Feuerzeuge geschwenkt wurden, waren/sind es nun Handys...

Natürlich hatte Helene Fischer alle ihre Hits im Gepäck, die begeistert und textsicher von einem 60.000 Fans starken Chor mitgesungen wurden. Tolle Musiker sorgten mit Soloeinlagen zusätzlich für Begeisterung auf den Rängen. Und die kannte nahezu keine Grenzen, als die Sängerin Ausflüge in die Rockwelt unternahm. Mit der perfekten Interpretation von Songs von Peter Maffay, Marius Müller-Westernhagen, Herbert Grönemeyer, Tina Turner und Bryan Adams ließ die Entertainerin keinen Zweifel an ihrer musikalischen Vielseitigkeit, die weit über Schlager-Trällerei hinausgeht.

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Dass sie sich toll bewegen kann, ist ebenso allseits bekannt wie die Tatsache, dass sie perfekt gestylt über die Bühne "tobt". Genau das honorierten die begeisterten Zuschauer mit rauschendem Beifall.

Den letzten Beweis absoluter Professionalität lieferte Helene Fischer sozusagen zum Schluss des Konzertes, bei dem über dem Olympia-Stadion immer häufiger die Blitze zuckten und Donner den Applaus "unterstützte". Als schwere Regenböen in die Arena peitschten und viele Zuschauer aus dem Innenraum fluchtartig Schutz unter den Tribünen suchten, musste sie den Abbruch ihres Auftrittes aus Sicherheitsgründen verkünden. Das tat sie ruhig und gelassen - und sang zum Abschied pitschenass den Song, auf den wohl alle ganz besonders gewartet hatten "Atemlos durch die Nacht": passendes Ende für ein Open-Air-Erlebnis, dessen I-Tüpfelchen das Feuerwerk vom Dach des Stadions zum Abschied war.