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Fashionweek Berlin

Immer wieder sind im Fernsehen Berichte über die Fashionweek zu sehen. In Berlin haben Modebegeisterte und andere Interessierte die Möglichkeit, die vielfältigen Showrooms und Veranstaltungen zu besuchen.

Um sich zu informieren und möglichst nichts zu verpassen, empfehle ich, sich im Internet schlau zu machen. Dort, auf der Homepage der Fashionweek, sind alle Veranstaltungen aufgelistet und bieten einen ersten Überblick.

Zu unserem Glück, lädt uns ein Arbeitskollege und Freund meines Freundes ein. Er präsentiert heute Abend einige Lieder, die er mit produziert hat und die von einer jungen Frau gesungen werden.

Ich schreibe eine E-Mail an die Kontaktadresse, die für eine Veranstaltung angegeben ist und reserviere mir so einen Platz auf der Liste.

Heute geht es zum Kraftwerk an der Heinrich-Heine Straße. Wir gehen eine Stahltreppe hinauf und gelangen in eine dunklen Vorraum, der mit pinken Blumen dekoriert ist. Hier decken wir uns mit Prospekten ein und bekommen bedruckte Beutel geschenkt. Hier bindet man uns Armbänder um, die uns als Gäste erkennen lassen.
In der riesigen Fabrikhalle, in der sonst auch Konzerte oder Tanzstücke vorgeführt werden, sind etliche Stände mit Kleidung und Accessoires aufgebaut.

Wir streifen an den Ständen entlang und betrachten die besonderen, aber tragbaren Stücke von "Noa, Noa" oder "Vive Maria".
An den Seiten sind künstliche Bäume und Straßenlaternen aufgebaut, die die unwirkliche Atmosphäre eines Boulevards verbreiten.
Sobald wir uns irgendwo länger aufhalten, sprechen uns aufgeregte Leute an, ob sie uns etwas zu ihren Produkten erklären können.

Ich sehe mich um und mein Blick wandert über völlig normal gekleidete Leute bis hin zu exzentrischen, bunten Paradiesvögeln. Eine junge Frau trägt ein überdimensioniertes Tutu und dazu einen wuchtigen Pelzmantel, über dessen Notwendigkeit sich streiten lässt.

An einigen Ständen frage ich nach Visitenkarten und weiteren Prospekten und erkläre, dass ich über die FashionFashionweek Berlin Skizze Hallo-herford.deweek schreibe. Obwohl hier hunderte Presseleute herumlaufen, sind alle Leute, die Stände präsentieren und die ich anspreche, aufgeschlossen und freundlich.

Einfach jeder scheint sich hier bewusst zu sein, wie "hip" die ganze Sache ist. Wir alle sind mittendrin und spähen hinaus, um ja nichts zu verpassen. Es werden Fotos gemacht und Grüppchen gebildet, um auf keinem Bild zu fehlen.

Weil es so warm ist, bekomme ich Durst. Auf der mittleren Etage gibt es eine Champagnerbar. Aber ein einfaches Wasser wäre mir jetzt lieber.

Wir fragen eine Frau und sie zeigt uns den Weg zu einer Art Bistro, das am anderen Ende aufgebaut ist. Endlich bekommen wir unsere Getränke.

Ein besonderer Fokus liegt dieses Jahr auf "Eco Fashion". Es wird immer wichtiger, Produkte auch nachhaltig und gewissenhaft zu gestalten. Was früher bloß ein kleiner Bereich für den "grünen Konsumenten" war, scheint nun mehr und mehr Anklang zu finden. Die Kleidungsstücke müssen nicht nach Öko aussehen, um Öko zu sein. Der Begriff ist auf dem besten Weg, vom verstaubten Image zum Sinnbild für ein modernes und aufregendes Leben in gewissenhaften Rahmen zu avancieren. Und worüber lässt sich dieses Lebensgefühl besser verteilen und ausbreiten, als über Mode?

Um 20 Uhr geht es los. Die uns angekündigte Sängerin stellt sich vor und singt einige Lieder, die an einen enstpannten Abend in einer Chill out Lounge erinnern. Plötzlich kommen Models in abstrakten, skulpurhaften Kleidern aus einer Tür geströmt. Wir stehen so nah bei ihnen, dass ich sie zunächst gar nicht sehe. Sie alle sind in schwarz oder dunklen Tönen gekleidet und  lassen sich ablichten. So funktionieren Musik und Mode zusammen.

Fashionweek Berlin Hallo-HerfordAls die Showeinlage vorbei ist, begeben wir uns wieder in die mittlere Etage und bekommen Salate und Currywurst vom Haus. Zum ersten Mal an diesem Abend setzen wir uns. Mir tun de Füße weh, aber ich bin auch fasziniert von dem Gewimmel um mich herum. Mehr Infos unter http://www.fashion-week-berlin.com/de/

Besonders beeindruckt hat mich die Freundlichkeit der Mitarbeiter von "Alice's Pig", die einen Stand in der Fabrikhalle betreut und mich mit Infomaterial eingedeckt haben. http://alicespig.com/

Deshalb schreibe ich später, als ich zu Hause bin,  an den Geschäftsführer und bitte um ein Interview. Bereitwillig beantwortet er mir meine Fragen per E-Mail.

Interview mit Herrn Schumann

1. Welche Kleidung verkauft Alice's Pig bzw. welchen Stil kann man bei Euch finden?
 
Alice's Pig bietet Kleidung für die junge, urbane Frau zwischen 25 und 35 an. In unserem Sortiment befinden sich alles von Kleidern, Röcken, Hosen und Blusen. Wir finden unsere Ideen zugemalt von einfach-skizziert.de/ unseren Designs auf den Strassen von London; gleichzeitig lassen wir uns aber auch von vergangenen Zeiten inspirieren, Musik und alten Filmen.
 
2. Welche Zielgruppe wird angesprochen?
  Die moderne Frau zwischen 25 und 35, die wert auf Qualität legt und das Besondere sucht.
 
3. Wie entstand das Konzept, d.h. nach welcher Idee habe Ihr die Marke entwickelt?
Wir wollten Frauen die auf vintage Mode stehen aber einfach nicht die Zeit finden jeden second Hand Shop zu durchwühlen und dann doch enttäuscht werden, weil die Passform einfach nicht mehr auf dem neusten Stand ist, bzw die Kleidung einfach schon zu abgenutzt ist, eine modernere und qualitativ hochwertige Alternative geben.

4. Nehmt Ihr regelmäßig an der Fashionweek teil?
Mit der Herbst/ Wínter Kollektion 2014 waren wir das erste Mal im b2b Rhythmus und damit in der Lage an der Berliner Fashionweek teilzunehmen , natürlich planen wir dass wir ab jetzt jedes Jahr wiederkommen werden.

5. Wie wird sich die Marke in Zukunft entwickeln bzw. was wünscht Ihr Euch für "Alice's Pig"?.
Hoffentlich werden die Deutschen mutiger in ihrem Modegeschmack und noch viel mehr Boutiquen werden uns in ihr Sortiment aufnehmen...:O)

Die nächste Fashionweek findet im Juli 2014 statt und Berlin freut sich über viele interessierte Leute und neue Gesichter, auch aus anderen Städten.

(Bilder: skizziert von Hallo-Herford)

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