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Die Biotonnen sind keine Restmüllbehälter

Kreis Herford -

Im Kreis Herford wird seit 1997 Bioabfall und Grünabfall getrennt gesammelt. Auf dem einen Hektar großen Gelände neben der Kläranlage der Stadt Enger werden die Bioabfälle von der kommunalen Sammlung angeliefert, umgeladen und in den Vergärungsanlagen und Kompostwerken der Firma Kompotec zu Kompost und Energie verarbeitet. Die Grünabfälle werden in der Kompostierungsanlage angeliefert, aufbereitet und zu Kompost verarbeitet.

Jährlich fallen so in der Kompostierungsanlage rund 20.000 Tonnen Biomüll aus allen neun Kommunen des Kreises Herford und etwa 7.000 Tonnen Grünabfall an. Rund 50.000 Bürgerinnen und Bürger nutzen jährlich die Kompostierungsanlage, um Gartenabfall und Grünschnitt dort abzugeben. Vor Ort arbeiten vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Kreis Herford wird seit 1997 Bioabfall und Grünabfall getrennt gesammelt.

Unsere Fotos zeigen oben von links Udo Busse (Umweltamt Kreis Herford), Sebastian Böhme (Kompotec Kompostierungsanlage GmbH), Ute Lepper (Kompotec Kompostierungsanlage GmbH), Christian Antl (Vorsitz Ausschuss für Umwelt und Planung Kreis Herford), Karlgünter Eggersmann (Kompotec Kompostierungsanlage GmbH), Ralf Heemeier (Kreisdirektor); darunter: In den Bergen von Biomüll finden sich immer häufiger Plastiktüten, PET-Flaschen oder Plastiktöpfe. (Fotos: Esther Ungerland - Kreis Herford)

Der Kreis Herford als Auftraggeber und entsorgungspflichtige Körperschaft ist sehr an der Bioabfall- und Kompostqualität interessiert, um ressourcenschonende und nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Kreis Herford umsetzen zu können.

Leider müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Kompotec vor Ort feststellen, dass allzu häufig im Bioabfall Störstoffe landen, die dort nicht hineingehören. Unrühmliche Beispiele sind behandelte Hölzer, verpackte Lebensmittel, Hygieneartikel sowie Plastikmüll.

„Das System der Biotonne ist darauf angewiesen, dass alle Bürger mithelfen und ordentlich und gewissenhaft den Müll trennen“, sagt Sebastian Böhm von Kompotec. Das größte Problem im Bereich Mülltrennung sei Bequemlichkeit und Unwissenheit – dagegen helfe vor allem die gezielte Ansprache der Bürgerinnen und Bürger.

Was in die Biotonne gehört - und was nicht

In die Biotonne dürfen die Grünabfälle aus dem Garten, natürlich auch Fallobst, Rasenschnitt, Wild- und Unkräuter, Baumrinde, Stroh und Heu. Aus dem Haushalt dürfen Lebensmittelreste wie Gemüse- und Obstabfälle, Brotreste, Topf- und Schnittblumen, Nussschalen und Speisereste (ohne Knochen), Tee- und Kaffeesatz sowie Zitrusfrüchte und Schalen.

Stör- und Fremdstoffe wie Alufolie, Blumentöpfe, Holz, Grill- und Ofenasche, Haare, Federn, Windeln, Binden oder Wattestäbchen gehören nicht in den Biomüll, sondern in den Hausmüll. (Text: Esther Ungerland - Kreis Herford)

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