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Ausbildungsplatzbörse: 100 Firmen, 150 Berufe

Bünde -

Seit fast 20 Jahren bietet die Bünder Ausbildungsplatzbörse Jugendlichen die Chance, sich rechtzeitig über zahlreiche Lehrberufe zu informieren. Gleichzeitig ermöglicht die kreisweit größte Veranstaltung dieser Art erste persönliche Kontakte zwischen potenziellen Arbeitgebern und Auszubildenden. Die Bünder Ausbildungsplatzbörse findet am

Freitag, 5. Februar 2016
von 13 bis 17 Uhr,
bereits 19. Mal im Stadtgarten statt.

Das Interesse an der jährlich von der Stadt Bünde in Kooperation mit der Initiative „Wirtschaftsstandort Kreis Herford“ (IWKH) und der Agentur für Arbeit Herford ausgerichteten Veranstaltung ist groß – Tendenz stetig steigend.

Seit fast 20 Jahren bietet die Bünder Ausbildungsplatzbörse Jugendlichen die Chance, sich rechtzeitig über zahlreiche Lehrberufe zu informieren.

Auch bei der 19. Auflage sind mehr als 100 Unternehmen und Institutionen aus ganz Ostwestfalen-Lippe und zum Teil darüber hinaus mit von der Partie, um sich zu präsentieren und um rund 150 unterschiedliche Ausbildungsberufe vorzustellen. „Die Anmeldungen sind abgeschlossen, wir sind seit Längerem voll ausgebucht“, sagt der Bünder Wirtschaftsförderer Hartmut Bokel. Jetzt gehe es an die Feinplanung, an die Hallen- und Raumbelegung. „Das Einzugsgebiet wächst Jahr für Jahr, immer mehr auswärtige Firmen wollen sich hier präsentieren“, so Bokel.

Nicht alle anfragenden Unternehmen können am Ende ihren Stand im Stadtgarten aufbauen, denn mit etwas mehr als 100 Teilnehmern sei Schluss. „Wir könnten noch viele weitere Aussteller berücksichtigen, das Interesse ist da, aber wir haben uns bereits vor einigen Jahren für eine Kapazitätsgrenze entschieden, um das qualitative Niveau der Veranstaltung zu wahren“, sagt der Wirtschaftsförderer.

Nicht nur das Einzugsgebiet habe sich im Lauf der Jahre ausgedehnt und somit verändert, auch das Verhältnis zwischen potenziellen Auszubildenden und Ausbildern sei merklich gekippt, die Prioritäten haben sich verschoben. „War die Ausbildungsplatzbörse noch vor einigen Jahren primär eine Plattform für Schulabgänger, die nach geeigneten Lehrstellen Ausschau hielten, steht heute die Unterstützung der Unternehmen im Vordergrund, geeignete Auszubildende zu finden – besonders in den weniger bekannten Branchen“, erklärt Bokel. Gerade handwerkliche Betriebe würden „händeringend geeignete Auszubildende“ suchen.

Daher, so Bokel, müssen die Unternehmen und Betriebe heutzutage auch „in die zweite Reihe“ schauen. „Viele Firmen können es sich einfach nicht mehr leisten, auf Bewerber zu warten oder nur Kandidaten mit den besten Schulnoten zu nehmen.“

Und auch hier zeige sich die Stärke der Ausbildungsplatzbörse, die ja sowohl eine Informations- als auch eine Kontaktbörse sei und das persönliche Gespräch zwischen Jugendlichen und Personalverantwortlichen ermögliche. „Hat der Schüler einen guten persönlichen Eindruck hinterlassen, kann das bei einer späteren Bewerbung möglicherweise wichtiger sein als sein Notendurchschnitt auf dem Zeugnis.“

Der demografische Wandel zwinge die Betriebe bei ihrer Bewerberauswahl zum Umdenken. „Denn die sinkenden Schülerzahlen führen zu sinkenden Bewerberzahlen“, bringt es Bokel auf den Punkt. Auf der anderen Seite sei die Fixierung vieler Jugendlicher auf eine relativ kleine Anzahl populärer Berufe, wie Kfz-Mechatroniker oder Kauffrau im Einzelhandel, ein Problem für diejenigen Unternehmen, die in anderen, ebenso attraktiven und zukunftsfähigen, aber unbekannteren Sparten ausbilden.

„Eine der Herausforderungen ist es, den Schülern realistische und passgenaue Alternativen zum ‚Traumberuf’ aufzuzeigen. Jugendliche dürfen sich nicht nur auf die gängigen ‚Modeberufe’ fixieren, sondern müssen ein breites Spektrum an Berufsbildern betrachten und kennenlernen, um sich möglichst viele Wege in die Zukunft offen zu halten“, so Bokel.

Die Veranstalter rechnen erneut mit einer starken Resonanz. Schließlich geht es nicht nur um Ausbildungsplätze für dieses Jahr, sondern auch bereits für 2017. Mehr als 1.000 Schüler aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus strömen jährlich zur Ausbildungsplatzbörse in den Bünder Stadtgarten. „Es werden mehr als 50 Schulen angeschrieben.“ 

(Text: Sina Oestreich – Stadt Bünde)

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